
Östliches Wirtschaftsforum: Abkommen im Wert von rund 7 Billionen Rubel unterzeichnet

Die Teilnehmer des Östlichen Wirtschaftsforums (EEF) haben 318 Abkommen im Gesamtwert von knapp 7 Billionen Rubel unterzeichnet. Das berichtet die russische Nachrichtenagentur TASS unter Berufung auf den Berater des russischen Präsidenten und verantwortlichen Sekretär des EEF-Organisationskomitees, Anton Kobjakow. Abkommen, die Geschäftsgeheimnis seien, seien dabei nicht mitgerechnet worden.

Unter anderem wurden Abkommen über die Einrichtung des internationalen Verkehrskorridors Mohe–Naiba in Jakutien sowie die Schaffung eines Investitionsmechanismus zur Umsetzung des Gesamtprojekts zur Entwicklung der Arktis und des transarktischen Verkehrskorridors unterzeichnet. Unter Leitung des russischen Präsidenten wurden zudem neun neue Unternehmen in verschiedenen Regionen des Fernen Ostens in Betrieb genommen.
Der russische Minister für die Entwicklung des Fernen Ostens und der Arktis, Alexei Tschekunkow, erklärte, dass der Ferne Osten und die Arktis zu einer einheitlichen geostrategischen Makroregion Russlands zusammengewachsen seien, die mehr als die Hälfte der Landesfläche umfasse. Der russische Vize-Ministerpräsident und Bevollmächtigte des Präsidenten im Föderationskreis Ferner Osten, Juri Trutnew, sagte:
"Das sind große Arbeitsumfänge. Das ist ein großes Finanzierungsvolumen. Diese Projekte werden sich auf die gesamte Entwicklung des Fernen Ostens auswirken."
Bei einem Pressebriefing zu den Ergebnissen des Forums teilte Kobjakow mit, rund 9.300 Personen aus 78 Ländern hätten am diesjährigen Forum teilgenommen, darunter rund 1.200 Medienvertreter. Die größten Delegationen seien aus China, Indonesien, Japan, Vietnam, Südkorea, Indien und Myanmar eingereist.
Im Rahmen des EEF haben mehr als 150 Wirtschaftsveranstaltungen mit über 1.000 Rednern stattgefunden. Zudem sind 1.200 Wirtschaftsgespräche zu Entwicklungsprojekten im Fernöstlichen Föderationskreis geführt worden. Darüber hinaus haben in Wladiwostok Wirtschaftsdialoge mit Unternehmern aus China, Indien, der Mongolei und den ASEAN-Staaten stattgefunden.
Das Östliche Wirtschaftsforum war 2015 auf Initiative des russischen Präsidenten Wladimir Putin ins Leben gerufen worden. In diesem Jahr wurde das Forum in Wladiwostok vom 1. bis 4. September zum elften Mal ausgerichtet. Hauptthema war "Der Ferne Osten – Entwicklung zum Wohle der Menschen". Neben Fördermaßnahmen für eine beschleunigte wirtschaftliche und soziale Entwicklung sowie eine höhere Lebensqualität der Bevölkerung fungierten in diesem Jahr auch neue Technologien als Querschnittsthema des Forums.
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